Kalenderhülle aus SnapPap

07 Juli


Ich glaub ich muss ein echt doofes Gesicht gemacht haben, als der Postbote mir ein Paket von Snaply hinstellte und auf meine Unterschrift wartete, denn ich wusste ganz genau, dass ich (mal) nichts bestellt hatte. Was darin zum Vorschein kam: Pappe. 

Öhmmm... Häh?

Okay, da musste doch irgendwo ein Brief oder Hinweis oder sonstiges dabei sein und - ach ja - "Papier", aha... "veganes Leder" - ooooh! SnapPap ist ein neuartiges Papier, das es ab 7. Juli 2015 bei Snaply Nähkram gibt. Und ich darf, so wie viele andere derzeit auch, schon vorab dieses neue 'vegane Leder' auf Herz und Nieren testen.
Wie cool ist das denn!?!

Es sieht aussieht wie Leder, ist waschbar, super reißfest und man kann es für allerlei DIY-Projekte nutzen: nähen, (be)plotten, basteln, bemalen, bestempeln, prägen...

Ich habe eine Weile überlegen müssen, was ich als erstes damit versuche und brauchte sowieso eine Kalenderhülle, also los. Vom Ergebnis bin ich total überzeugt und habe hier bereits mein nächstes angefangenes Projekt liegen. Denn man kann SnapPap einen anderen, richtig coolen Look verpassen, indem man es nass macht, zerknautscht und trocknen lässt... aber dazu komme ich ein anderes Mal ;)


Und weil das Ergebnis sooo toll ist und es wirklich ratzfatz geht, habe ich auch gleich eine Anleitung zur Kalenderhülle geschrieben. Sie besteht aus nur 3 Teilen, man braucht zum vorbereiten nur höchstens 10 Minuten und zum Nähen grade mal 3 (wenn überhaupt).


Los geht's


Material
SnapPap, Schere, Lineal, einen Taschenkalender oder Jahresplaner sowie ein A4 Blatt und einen Stift.



Zuschnitt
Den Kalender auf das A4 Blatt legen und einmal rundherum am Rand markieren. Dabei darauf achten, dass der (Buch)Rücken auch grade aufliegt, so hat man gleich auch die Dicke des Kalenders berücksichtigt. 




Anschließend rundherum 1 cm hinzugeben. Da es viele unterschiedlich große Kalender gibt, kann man es prima auf seine eigenen Maße anpassen. Man kann die Anleitung natürlich auch für andere Produkte wie z.B. Hefthüllen oder Ordner verwenden...



Anpassung
Ich habe meine Maße im Foto farbig markiert, um es besser beschreiben zu können.
Meine markierten Maße (hellblau) mit der Zugabe von 1cm rundherum (blau) sind 21cm B und 16cm H. Ich habe mir nun genau die Mitte der Höhe markiert und am rechten Rand genau mittig die Lasche eingezeichnet. Diese ist 3cm hoch und 7 cm lang. Das Ende habe ich abgerundet, was hier auf der Grafik aber fehlt.

Um die Lasche später auch schließen zu können, brauchen wir auf der gegenüberliegenden Seite (links) einen Einschub. diesen habe ich etwas länger gemacht, als die Lasche hoch ist, damit diese nachher auch wirklich gut hineinpasst und man nichts quetschen muss. Der Einschub (gelb) ist 4cm vom linken Rand entfernt und 4cm hoch.

Die beiden Seitenteile (rot gestrichelt), in die später die Buchdeckel des Kalenders geschoben werden sind jeweils ein klein wenig schmaler als 1/3 der Gesamtbreite: bei mir 6,5cm.
Natürlich muss man alles auf seine eigenen Maße anpassen.



Nun wird einmal die komplette (blaue) Vorlage auf SnapPap übertragen und ausgeschnitten. Den Einschub (gelb) gleich mit markieren und einschneiden. Anschließend die beiden Seitenteile auf SnapPap übertragen und ebenfalls ausschneiden. Geht übrigens prima auf einer Schneidematte und am besten mit einem Bastelmesser (Bastelskalpell). 

Wenn man die Kalenderhülle von außen noch verzieren möchte, dann sollte man das jetzt tun. Die Außenseite liegt übrigens oben, wenn die Lasche nach links zeigt, im Bild sieht man die Innenseite ;)


Nähen
Auf der Innenseite (Lasche zeigt nach rechts) die beiden Seitenteile bündig am linken und rechten Rand befestigen. Am besten geht das mit Wonderclips, denn die hinterlassen keine Löcher. Nun mit einer Nahtzugabe mit 0,5cm einmal komplett rundherum nähen...



...Kalender rein, Lasche einstecken - fertig!
Ging doch schnell, oder?



Mein Fazit: 
SnapPap bietet mir wirklich viele neue Möglichkeiten und ich freue mich schon auf weitere Projekte damit. Wenn man es z.B. nass macht und anschließend schön zerknüllt, bekommt es einen ganz tollen 'richtigen' Leder-Look. Solange es noch nicht ganz getrocknet ist lässt es sich auch prima vernähen, weil es flexibler ist und sogar wenden kann man es dann und genähte Ecken sehen trotzdem super sauber aus. In trockenem Zusand näht man ebenso gut damit, es ist lediglich steifer, wie Pappe eben so ist... 

Vielen Dank, liebes Snaply-Team!

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